Jeder Anfang ist schwer..
- 27. Sept. 2015
- 2 Min. Lesezeit
Jeder Anfang ist schwer..
Aufgrund eines schweren Krankheitsverlaufs meiner Multiplen Sklerose war ich 2015 an einen Rollstuhl gebunden.

In dieser Zeit habe ich mein Interesse an dem Nähen mit der Nähmaschine entdeckt.
Zuerst kaufte ich mir bei einem Disqounter eine kleine Nähmaschine. Nun hatte ich sie, doch hatte ich ja noch nie genäht.
Also stellte sich mir die Frage, was und wie man es damit macht. Ok, es gab eine Anleitung.. und so war der zweite Schritt war getahn.
Ich versuchte erst einmal ein wenig zu proben und dann kam mein Mann auf die Idee, dass ich Motive nachnähen sollte, um das Handling mit der Maschine und den Stoff zu üben.. und so kam es. Ehe ich mich versah saß ich vor meiner Maschine und 'malte' mit ihr die Motivvorgaben meines Mannes nach.

Dann erinnerte ich mich daran, dass mein Schwiegervater früher selbst genäht hatte. Kostüme.. zu Fasching hatte ich sie gesehn: Kostüme über Kostüme.
So kam es, dass er mir geduldig eine Nähmaschine erklärte, mir alle grundlegenden Funktionen zeigte, sodass ich nach den Motivübungen endlich anfangen konnte zu nähen.

Es entspannte mich und ließ mich die Krankheit vergessen, solange ich in der Welt des Nähens war.

Ich besuchte eine Vielzahl von Kursen, insbesondere im Rahmen des Patchworks im engeren sowie im weiteren Sinne. Messen- und Stoffmarktbesuche mit meiner Schwiegermutter wurden fest eingeplant in meinem Terminkalender und schnell entwickelte sich aus dem Interesse eine Leidenschaft.

Selbst mein Rollstuhl, auf den ich damals noch angewiesen war, konnte mich nicht bremsen.

Das Nähen brachte mir Ablenkung, Hoffnung und Lebenslust..
Diese Lebenslust, diese Liebe zum Nähen, drückt sich in jedem Werk aus, was ich beginne. Ich liebe die kleinen Details, die das Ganze erst zum individuellen Handwerksstück machen.






















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